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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Verkehrsunfall

Schwerer Verkehrsunfall auf der BAB 2

24.06.2016 - Heute Mittag kam es auf der Bundesautobahn 2 (BAB 2) zwischen den Anschlussstellen Hannover Nord und Hannover Bothfeld zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein LKW war auf ein Wohnwagengespann aufgefahren und hatte dieses auf einen davor stehenden LKW geschoben. Dabei erlitten drei Personen leicht Verletzungen. Der Wohnwagen wurde komplett zerstört und das Zugfahrzeug fing Feuer.

Gegen 12:00 Uhr ereignete sich auf der BAB 2 zwischen den Anschlussstellen Hannover Nord und Hannover Bothfeld ein schwerer Verkehrsunfall. Ersten Meldungen zufolge sollte sich ein Wohnwagengespann überschlagen haben und nunmehr brennen. Zudem wäre eine Person im Zugfahrzeug eingeklemmt. Daraufhin alarmierte die Regionsleitstelle den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 1, die Freiwillige Feuerwehr Vinnhorst sowie zwei Rettungswagen und den Rettungshubschrauber Christoph 4.

Beim Eintreffen fanden die Rettungskräfte einen völlig zerstörten Wohnwagen vor. In dem Zugfahrzeug, Mercedes ML, war ein 15-jähriges Mädchen auf der Beifahrerseite eingeklemmt. Der Brand im Motorraum war bereits durch Bundeswehrsoldaten und Polizeikräfte mit Handfeuerlöschern weitgehend gelöscht worden. Der 51-jährige Fahrer des Mercedes und Vater des Mädchens hatte sich leicht verletzt selbst befreit. Der 63-jährige Fahrer des aufgefahrenen LKW war durch Trümmerteile, die durch die Windschutzscheibe seines Führerhauses gedrungen waren, leicht verletzt worden und hatte sich auch selbst aus seinem Fahrzeug befreien können. Daneben hatten zwei Passanten einen Schock erlitten. Aus dem Tank des aufgefahrenen LKW lief zudem Dieselkraftstoff auf die Straße.

Die Feuerwehr befreite die 15-jährige innerhalb weniger Minuten mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihrer Zwangslage. Sie sowie die beiden anderen leicht verletzten Personen transportierten die Rettungswagen in umliegende Kliniken. Die beiden unter Schock stehenden Personen konnten vor Ort behandelt und stabilisiert werden.

Parallel zu den Rettungsmaßnahmen und der medizinischen Versorgung der Verletzten begann die Feuerwehr Glutnester im Motorraum abzulöschen und den auslaufenden Dieselkraftstoff einzudeichen und aufzufangen. Sie verhinderte damit ein Eindringen in das Erdreich und den parallel zur BAB 2 verlaufenden Graben.

Zur endgültigen Beseitigung der Umweltgefahr forderte der Einsatzleiter Spezialkräfte der ABC-Gefahrenabwehr nach. Diese pumpten die noch im Tank befindlichen ca. 850 Liter Diesel in mitgeführte Gefahrgutbehältnisse um. Die Fahrbahndecke wurde jedoch durch den Treibstoff derart beschädigt, dass der Belag abgefräst und erneuert werden muss. Hierzu hat die Autobahnmeisterei ihre Arbeiten aufgenommen. Die damit einhergehende Vollsperrung der BAB 2 wird voraussichtlich bis morgen früh andauern. Während der Rettungsarbeiten konnte der Verkehr über einen Parkplatz an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Trotzdem kam es zu kilometerlangen Staus.

Zur Höhe der Sachschäden können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit insgesamt elf Fahrzeugen und 33 Einsatzkräften im Einsatz.