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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Technische Hilfeleistung

Erneut LKW-Unfall auf der BAB 2

Bei einem schweren LKW-Auffahrunfall auf der Bundesautobahn (BAB) 2 in Fahrtrichtung Dortmund kurz hinter der Auffahrt Langenhagen wurde ein 32-jährige Fahrer in seiner Kabine eingeklemmt. Aufwendige technische Rettungsmaßnahmen durch die Feuerwehr waren erforderlich, um ihn zu befreien. 25 Minuten nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte und der medizinischen Erstversorgung noch in der Fahrerkabine erfolgte die Übergabe des Patienten an den Rettungshubschrauber Christoph4. Durch den Unfall wurde auch der vorausfahrende Tanklastwagen beschädigt. Rund 26 Tonnen Mineralöl müssen in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt werden. Der 53-jährige Fahrer blieb unverletzt.

Technische Rettung nach LKW-Unfall auf der BAB 2 © Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Feuerwehr

Technische Rettung nach LKW-Unfall auf der BAB 2

Bei dem Verkehrsunfall war gegen 15:30 Uhr ein Sattelzug aus bisher unbekannter Ursache auf den Tanklastwagen eines 53-Jährigen aufgefahren. Bei dem Aufprall wurde der 32-Jährigen Fahrer des Sattelzuges in seiner Fahrerkabine eingeklemmt. Der Unfall ereignete sich auf der BAB 2 in Fahrtrichtung Dortmund kurz hinter der Auffahrt Langenhagen. Aufgrund der eingehenden Meldung alarmierte die Regionsleitstelle Hannover den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 1, die Ortsfeuerwehr Vinnhorst, den Rettungsdienst sowie Spezialeinsatzfahrzeuge für die schwere technische Hilfeleistung.

Um den eingeklemmten Fahrer zu befreien, erfolgte der Einsatz von hydraulischem Spreiz- und Schneidgeräten. Zeitgleich erfolgte durch eine Notärztin die medizinische Versorgung des Fahrers, der zwar schwer verletzt, aber ansprechbar war. Nach 25 Minuten Übergaben die Einsatzkräfte den Patienten an den Rettungsdienst. Der Rettungshubschrauber Christoph 4 transportierte den Patienten in die Medizinische Hochschule Hannover.

Da der Tank des vorausfahrenden Tanklastzuges, der rund 26 Tonnen Mineralöl geladen hatte, durch den Aufprall stark deformiert wurde, forderte der Einsatzleiter die Spezialeinsatzkräfte zur ABC-Gefahrenabwehr der Feuerwehr an. Es waren nur geringe Mengen Öl ausgelaufen, diese wurden aufgefangen und gebunden. Vor dem Abschleppen des Unfall-LKW war jedoch das Umpumpen der Ladung erforderlich. Dazu musste die BAB 2 weiterhin gesperrt bleiben. Gegen 18:10 Uhr waren die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr beendet und die Einsatzstelle wurde an die Polizei zur weiteren Ermittlung der Unfallursache übergebener.

Der entstandene Schaden wird auf rund 350.000 Euro geschätzt.

Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover waren bei diesem Einsatz mit 42 Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen vor Ort.