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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Hilfeleistung

Tödlicher Unfall im Hauptbahnhof

01.11.2014 - Am heutigen Abend geriet ein Mann auf dem Gleis 3 im hannoverschen Hauptbahnhof zwischen den Waggon eines Regionalexpress und den Bahnsteig. Er wurde ca. 50 Meter mitgeschleift und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz

Um 22:02 Uhr am heutigen Abend erhielt das Lage- und Führungszentrum der Feuerwehr Hannover von der Bundespolizei die Meldung über eine unter einem Zug eingeklemmte Person im Hauptbahnhof auf Gleis 3. Umgehend wurden ein Löschzug sowie ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug alarmiert.

Die erste Erkundung der wenige Minuten später eintreffenden Einsatzkräfte bestätigte diese Meldung. Ein Mann war zwischen dem Bahnsteig und dem Waggon eines Regionalexpress schwer eingeklemmt. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die alarmierte Notärztin konnte nur noch den Tod des 44-Jährigen feststellen.

Nach Aussage mehrerer Zeugen war der Mann neben dem Zug hergelaufen, als dieser anfuhr. Er wollte durch ein geöffnetes Fenster sechs Arbeitskollegen verabschieden, mit denen er zuvor als Zuschauer beim Fußballspiel war. Dabei geriet er zwischen Zug und Bahnsteig. Einer seiner im Zug befindlichen Kollegen zog daraufhin umgehend die Notbremse. Trotzdem wurde der Verunglückte rund 50 Meter mitgeschleift und schwer eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte ihn erst bergen, nachdem die Einsatzkräfte ein Trittbrett des Waggons demontiert hatten.

Der Lokführer (51 Jahre alt), die Zugbegleiterin (49 Jahre alt) sowie die Arbeitskollegen (22, 26, 32, 36, 40, 52 und 60 Jahre alt)  des Mannes wurden zunächst durch die Einsatzkräfte und im weiteren Verlauf durch eine Notfallseelsorgerin sowie einen Notfallseelsorger betreut. Der 32-Jährige erlitt zudem einen Schock und musste mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert werden.

Zur Rekonstruktion des genauen Unfallherganges hat die Kriminalpolizei umfangreiche Ermittlungen eingeleitet.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit insgesamt 22 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen im Einsatz, der um 00:30 Uhr beendet war.