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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Rauchentwicklung

Rauchentwicklung in einer Produktionshalle der Continental AG im Werk Stöcken

27.11.2015 - Heute Morgen kam es in einer Halle der Continental AG, Werk Stöcken, zu einer starken Rauchentwicklung. Ursache war eine chemische Reaktion in einem offenen Behältnis. Verletzt wurde niemand.

Einsatzleiter Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Einsatzleiter Feuerwehr Hannover

Um 08:16 Uhr meldete die Brandmeldeanlage des Standortes der Continental AG in Stöcken einen Alarm in der Regionsleitstelle Hannover. Daraufhin wurde umgehend der Löschzug der Feuer- und Rettungswache 2 alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war in der Produktionshalle eine deutliche Rauchentwicklung zu erkennen, die zunächst zunahm. Der Einsatzleiter erhöhte deshalb die Alarmstufe auf zwei von fünf möglichen. Die in der Halle  beschäftigten Mitarbeiter hatten sich bereits ins Freie begeben.

Eine weitere Erkundung ergab, dass es in der Produktionshalle nicht brannte, sondern eine exotherme chemische Reaktion in einem Tauchbecken mit ca. 120 Liter Inhalt, in welchem Metallteile für die Beschichtung mit Kunststoffen oder Gummi (Motorlager etc.) mit einer Haftschicht versehen werden, die Rauchentwicklung verursachte. Aufgrund der Wärmeentwicklung löste während der Erkundungsphase auch der über der Anlage installierte Sprinklerkopf aus. Infolge wurde der betroffene Behälter durch das aus dem Sprinklerkopf austretende Wasser soweit gekühlt, dass die Reaktion stark nachließ und die Rauchentwicklung gänzlich stoppte.

Die Feuerwehr stellte die weitere kontrollierte Kühlung der Wanne mit einem Rohr sicher, bis die Reaktion komplett abgeklungen war und belüftete die Halle mit mehreren Hochleistungslüftern. Parallel führten Spezialkräfte der ABC-Gefahrenabwehr mehrere Luftmessungen durch, die im Ergebnis eine Gesundheitsgefährdung gänzlich ausschlossen. Die in der Halle vorhandene Abgasreinigungsanlage verhinderte zudem, dass Rauch ungefiltert ins Freie gelangte.

Abschließend entleerten die Einsatzkräfte das betroffene Tauchbecken, um eine erneute Reaktion auszuschließen. Die Entsorgung der Beschichtungsflüssigkeit übernimmt eine Spezialfirma im Auftrag der Continental AG.

Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 21 Fahrzeugen und 46 Einsatzkräften im Einsatz.