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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Brandeinsatz

Brand im Asiaimbiss

07.11.2017 - Am heutigen Nachmittag brannte in einem Asiaimbiss an der Lutherkirche ein Wok. Die Flammen griffen auf die Abzugsanlage über und breiteten sich in dem angeschlossenen Rohr bis über das Dach aus. Ein Mitarbeiter der gegenüberliegenden Lutherkirche bemerkte den Rauch, handelte vorbildlich und verhinderte so Schlimmeres.

Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Symbolbild Feuerwehr Hannover

Um 15:13 Uhr meldete ein Passant Flammen und eine starke Rauchentwicklung aus einem Asiaimbiss an der Lutherkirche. Daraufhin alarmierte die Regionsleitstelle den Löschzug der nahe gelegenen Feuer- und Rettungswache 1, einen Rettungswagen und einen Notarzt.

Der bereits zwei Minuten später eingetroffene Einsatzleiter erhöhte aufgrund der starken Rauchentwicklung, die sich bereits auf einen angrenzenden Treppenraum ausgebreitet hatte, vorsorglich die Alarmstufe und forderte einen weiteren Löschzug an.

Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hatte ein 29-jähriger Mitarbeiter der Lutherkirche beherzt eingegriffen und durch sein vorbildliches Verhalten Schlimmeres verhindert. Nachdem der junge Mann den Rauch und die Flammen in dem Lokal bemerkt hatte, begabt er sich in den Imbiss. Dort verhinderte er gerade noch rechtzeitig, dass von den dortigen Mitarbeitern ein Wasserlöscher zum Einsatz kam, um den mit Fett gefüllten und in Flammen stehenden Wok zu löschen. Dieser Versuch hätte unweigerlich zu einer so genannten Fettexplosion geführt, bei der das Wasser in dem heißen Fett schlagartig verdampft wäre und sich dann brennende Fettteilchen explosionsartig im ganzen Lokal verteilt hätten. Die Person, die  diesen Löschversuch unternommen hätte, hätte sich mit großer Wahrscheinlichkeit schwere Brandverletzungen zugezogen. Zudem wäre es zu einer massiven Brandausbreitung gekommen.

Der 29-jährige griff sich stattdessen einen Schaumlöscher und löschte damit die Flammen in dem Wok. Er zog sich dann aufgrund der starken Rauchentwicklung aus der Abzugsanlage, in die sich der Brand ausgebreitet und die Fettrückstände in der gesamten angeschlossenen Rohrleitung entzündet hatte, aus dem Lokal zurück. Er versuchte im weiteren Verlauf noch mit dem restlichen Löschmittel den an der Rückseite des Gebäudes befindlichen Ventilator des Wrasenabzuges abzulöschen. Ein Kollege des jungen Mannes hatte zudem  parallel die Bewohner des Hauses gewarnt, so dass das Gebäude beim Eintreffen der Feuerwehr nahezu geräumt war.

Nachdem Eintreffen der Feuerwehr drangen sofort mehrere Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung sowie Brandbekämpfung in das Gebäude ein. Die Einsatzkräfte führten vier Personen ins Freie. Eine 32-jährige Bewohnerin wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation vor Ort von einer Notärztin behandelt, ein Transport in eine Klinik war jedoch nicht notwendig.

Die brennende Abzugsanlage konnte ebenso wie der zugehörige Ventilator und die Rohrleitung schnell gelöscht werden. Zur Kontrolle der über Dach endenden Abzugsleitung kam neben zwei Wärmebildkameras auch eine Drehleiter zum Einsatz. Das Gebäude belüfteten die Brandschützer mit einem Hochleistungslüfter und bliesen so den Brandrauch ins Freie.

Der entstandene Sachschaden wird von der Feuerwehr auf ca. 25.000,00 € geschätzt. Zur Feststellung der Brandursache hat die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 35 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen im Einsatz.