Exkursionen zu weiteren Lernorten
Gemüsekurse im Schulbiologiezentrum
In der Region Hannover und im angrenzenden Bereich gibt es drei Lernorte, die Schulklassen pädagogische Angebote zu den Themen Ökologischer Landbau und regionale Wertschöpfungskette unterbreiten. Hier wird zwar nicht für den Markt produziert und/oder verarbeitet, es gibt jedoch kleine Ackerflächen und/oder Wiesen. Die Schüler*innen können selbst aussäen oder pflanzen, das heranwachsende Gemüse und Obst beobachten und pflegen, sie können ernten und verarbeiten sowie kleine Mahlzeiten zubereiten und verkosten. Auch hier gibt es pädagogisches Personal, in einem Fall auch abgeordnete Lehrkräfte.
Entsprechend den Prinzipien des ökologischen Landbaus erfolgt der Anbau ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger. Eine Biozertifizierung gibt es hier jedoch nicht, da keine Produkte für den Verkauf erzeugt werden.
Da auch hier die Wertschöpfungsstufen Anbau und Aufzucht sowie Verarbeitung und Verkauf thematisiert werden, können auch die hier durchgeführten Workshops als Pflichtmodul gebucht werden.
Buchungen und Terminabsprachen sind unter ackerkochtopf@umweltzentrum-hannover.de möglich.
Schulbiologiezentrum Hannover
Das Schulbiologiezentrum ist eine Einrichtung der Landeshauptstadt Hannover und besteht seit mehr als 140 Jahren. Das ausgedehnte Außengelände lässt ein unmittelbares Erleben und Verstehen zu - durch forschendes Lernen und praktisches Tun. Der Gemüsegarten wird gemeinsam mit Schüler*innen bestellt.
Die fachliche Betreuung zur Anlage und zum Betrieb eines Schulgartens ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Schulbiologiezentrums. 2019 wurde in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium das „Netzwerk Schulgarten Niedersachsen“ aufgebaut. Das Netzwerk im Bezirk Hannover wird durch das Schulbiologiezentrum betreut. Weiterhin werden Fortbildungen und Schulgartentage angeboten. Die Schulen der Landeshauptstadt Hannover können Saatgut und Pflanzen für Schulgärten im Schulbiologiezentrum beziehen. Eine „Vor-Ort-Beratung und Begleitung“ zur Anlage und Pflege eines Schulgartens ist.
Workshops im Rahmen des Projekts:
· Vom Korn zum Brot
· Der Apfel - mit Apfelsaftherstellung
· Schulgartenarbeit/ Unser Schulgarten
· Insekt und Blüte/ Bestäuberinsekten/ Blütenökologie
· Essbare Wildnis
Adresse: Vinnhorster Weg 2, 30419 Hannover
Anfahrt: Stadtbahnlinie 5 bis „Herrenhäuser Gärten), von dort mit Bus 136 bis “Altenauer Weg”
Schulbauernhof Burgwedel
Der Schulbauernhof ist ein außerschulischer Lernort mit Bildungsarbeit rund um ökologischen Landbau, Tierhaltung, Naturkunde, nachhaltige Ernährung und Klimaschutz. Auf dem Hof leben Hühner, Schweine, Pferde, Ziegen und Wachteln. Die direkte Begegnung erzeugt Empathie, schafft emotionale Anknüpfungspunkte und macht artgerechte Tierhaltung unmittelbar erfahrbar. Die Schüler*innen dürfen beim Füttern und Versorgen mit anfassen und lernen die Bedürfnisse der verschiedenen Tiere und ihr Verhalten kennen. Gemeinsam mit den Schüler*innen werden die Klassenfelder und der Schulgarten mit Kartoffeln, Zwiebeln und regionalem Gemüse bestellt, in Mischkulturen mit Blumen in nachhaltig ökologischer Bewirtschaftung. Darüber hinaus werden Nistkästen, Futterhäuschen und Insektenhotels gebaut. Mit der Wolle der Schafe lernen die Schüler*innen nähen, filzen und spinnen.
Workshops im Rahmen des Projekts:
· Erzeugung – Gemüse, Kartoffeln, Getreide, Obst, Eier, Grundlagen des ökologischen Landbaus, Biodiversität auf dem Acker, der gesunde Boden, Artenvielfalt und Insekten
· Verarbeitung und Konsum – nachhaltige und gesunde Ernährung mit saisonalen Bioprodukten in der eigenen Küche
· Massentierhaltung vs. Tierhaltung nach ökologischen Richtlinien – Fleischkonsum und seine Auswirkungen
Adresse: Oldhorst 20, 30938 Burgwedel-Oldhorst
Anfahrt: mit der S 6 bis zur Haltestelle „Burgdorf“, von dort mit dem Bus 636 bis „Oldhorst“
https://schulbauernhof-burgwedel.de/
Heuhüpfer e.V. - Lernort Landwirtschaft
Der Heuhüpfer e. V. ist ein vom niedersächsischen Kultusministerium anerkannter außerschulischer Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung mit den Schwerpunkten Landwirtschaft, nachhaltige Ernährung, Klima- und Bodenschutz, Ökologie. Im Frühjahr 2026 wurde ein neuer Standort in Harkenbleck bezogen, wo der Schwerpunkt auf dem „Weltacker“ liegt.
Auf dem Weltacker werden globale Zusammenhänge und Lieferwege erlebbar gemacht und es ergeben sich für alle Altersklassen vielfältige Bildungsansätze. Jüngere Teilnehmende arbeiten auf den Beeten des Weltackers praktisch und erhalten auf diese Weise einen Einblick in die landwirtschaftliche Produktion. Auch die Weiterverarbeitung der Erzeugnisse ist auf dem Weltacker in kleinem Maßstab nachvollziehbar.
Hintergrund „Weltacker“: Rund acht Milliarden Menschen teilen sich etwa 1,6 Milliarden Hektar Ackerfläche auf unserem Planeten. Das macht pro Kopf 2.000 m². Der Weltacker widmet sich der Fragestellung: Was müsste wie angebaut werden, damit im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen satt werden und gleichzeitig die Umwelt möglichst wenig belastet wird? Dabei orientiert sich das Konzept an der Planetary Health Diet.
Workshops im Rahmen des Projekts:
· Ackerfrisch und bunt - wie wächst das vielfältige Gemüse für Euren Teller?
· Emmer, Einkorn, Hirse und Co: Getreide von unseren Äckern entdecken
· …und jeder schmeckt anders…Apfelernte und Verarbeitung bis hin zum Saft
· Die Kraft der Hülse: Pflanzenproteine aus der Region ‚
· Deine 2000m²: Wo wächst Dein Konsum?
Adresse: Arnumer Strasse 1, 30966 Hemmingen-Harkenbleck
Anfahrt: z.B. mit Stadtbahnlinie 13 bis Endstation „Hemmingen“, vor dort mit Bus 365 bis "Hallerskamp"
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