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Kleiner Vogel auf Stacheldraht © Region Hannover

Braunkelchen im Hastbruch

Vertragsnaturschutz

Hastbruch

Projekt zum Schutz der Wiesenvögel im Hastbruch in Zusammenarbeit von Region Hannover und örtlichen Landwirten.

Die Region Hannover betreibt im Hastbruch mit den örtlichen Landwirten seit 1986 Vertragsnaturschutz zum Schutz der Wiesenvögel. Das Projekt wurde vom ehemaligen Landkreis Hannover initiiert und wird von der Region Hannover fortgeführt. Der Hastbruch, einer der größten zusammenhängenden Grünlandkomplexe der Region Hannover, liegt mit seinen 1.657 ha auf dem Gebiet der Stadt Burgwedel nördlich von Wettmar und grenzt im Norden an den Landkreis Celle.

In der Region Hannover ist weiträumiges offenes und feuchtes Grünland als Bruthabitat einer typischen Gemeinschaft von Wiesenbrütern nur noch im Meerbruch am Steinhuder Meer und im Hastbruch vorhanden. Im Hastbruch sind die Bestände der charakteristischen Wiesenbrüter in den letzten Jahrzehnten - dem überregionalen Trend folgend - rückläufig. Erfreulich ist der Anstieg der Singvögelbestände, wie Schwarzkelchen und Neuntöter.

Mit dem Vertragsnaturschutz soll der Hastbruch als Lebensraum für typische heimische Pflanzen- und Tierarten des offenen Niedermoorgrünlandes und als Brut- und Rastgebiet für zum Teil stark bedrohte Wiesenvögel erhalten und entwickelt werden. Außerdem wird einer weiteren Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung entgegengewirkt und der Verlust an Arten- und Strukturvielfalt in der Kulturlandschaft  minimiert.

Auf 233 ha Grünland wurden 2013 mit 21 Landwirten Bewirtschaftungsverträge abgeschlossen.

In den Verträgen verpflichten sich die Bewirtschafter die Nutzung der Grünlandflächen dahingehend einzuschränken, dass die vor Ort brütenden Wiesenvögel ihr Brutgeschäft ungestört vollenden können. Bodenbearbeitungsmaßnahmen, wie Walzen und Schleppen sind vom 01. März bis 16.06. bzw. 01.07. nicht möglich. Das Grünland darf nicht vor dem 16.06. oder dem 01.07. gemäht bzw. bis dahin nur mit einer geringen Besatzdichte an Rindern beweidet werden.

Zum Schutz der Kiebitze, die überwiegend auf Ackerflächen brüten, wird das Gelege von der Bewirtschaftung ausgenommen.
Neben dem Vertragsnaturschutz mit der Region Hannover können die Bewirtschafter von Grünlandflächen zum Schutz der Wiesenvögel im Hastbruch auch Verträge in dem „Kooperationsprogramm Naturschutz, Dauergrünland – handlungsorientiert“ des Landes Niedersachsen abschließen.  Dies erfolgte 2012 für 107 ha Grünlandfläche.