Art Underground

Raschplatz: Kunst, Bewegung und Teilhabe

Der Raschplatz hat sich im Jahr 2026 durch ein umfassendes künstlerisches Make-over von einem reinen Durchgangsort zu einem lebendigen Stadtraum entwickelt. Heute verbindet er Bewegung, Begegnung und kulturellen Ausdruck.

Auf dem Raschplatz wurde der erste Teil von Norddeutschlands größtem eingeweiht.

Zentrales Element ist die Halfpipe CRASH PIPE (2026). Sie fungiert als urbaner Bewegungsraum und ist zugleich Teil eines großflächigen Street-Art-Konzepts. Entwickelt wurde sie von der Künstlerin Florentina Holzinger in Zusammenarbeit mit raumlaborberlin und DAFTAR. Eine frühere Version entstand für Radical Playgrounds am Berliner Martin-Gropius-Bau, für Hannover wurde sie neu konzipiert und erstmals im Kulturdreieck auf der Sophienstraße vor dem Künstlerhaus aufgebaut.

Teilhabe und gemeinsames Gestalten

Dersweiteren entsteht ab Juni 2026 ein Kunstwerk in enger Zusammenarbeit mit Menschen, die sich regelmäßig am Raschplatz aufhalten – darunter auch wohnungslose und suchtbetroffene Personen. Sie wirken aktiv an Vorbereitung, Grundierung und Umsetzung der Flächen mit und unterstützen bei verschiedenen Arbeitsschritten.

Materialien, Ausrüstung und Verpflegung werden vor Ort bereitgestellt. Durch diese Form der Beteiligung wird die Identifikation mit dem Ort gestärkt und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem öffentlichen Raum gefördert.

Die Verbindung aus Street Art, Bewegung und offener Nutzung verändert die Atmosphäre des Raschplatzes spürbar: Wo zuvor Anonymität und reiner Durchgang dominierten, entsteht ein Ort mit Aufenthaltsqualität. Die steigende Nutzung durch Sport, Kunst und Begegnung trägt dazu bei, das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern.

So wird der Raschplatz zu einem urbanen Treffpunkt, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern im Alltag erlebt wird.

Kunst im Stadtraum

Die Gestaltung des Bodenkunstwerks erfolgt kuratiert durch drei internationale Künstler*innen:

Delta (Boris Tellgen, Amsterdam)
Einer der prägenden Graffiti-Künstler weltweit. Seit den späten 1980er-Jahren beeinflusst er den internationalen Stil maßgeblich und stellte in zahlreichen Museen und Galerien aus, zuletzt im MIMA-Museum in Brüssel.

dendyden (Denis Dendy, Berlin)
Der in Kamtschatka aufgewachsene und heute in Berlin lebende Künstler ist bekannt für seine raumgreifenden 3D-Illusionen. Seine Werke verbinden realistische Malerei mit geometrischer Abstraktion und sind in zahlreichen internationalen Projekten zu sehen.

Iota (Belgien)
Mit einem unverwechselbaren Stil aus organischen Formen und präziser Linienführung zählt sie zu den markantesten Stimmen der europäischen Street-Art-Szene und arbeitet sowohl im öffentlichen Raum als auch in Galerien.

Open Call

Eine vierte Fläche wird ab dem 26.06.2026 über einen Open Call für die hannoversche Kunstszene vergeben.

So soll das Kunstwerk aussehen, wenn es fertig ist.

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