Gewalttat in Stade
Stadt Garbsen und Region Hannover organisieren Gedenkfeier
Interreligiöse Andacht findet in der Aula / Mensa am Planetenring statt.
02.06.2026 – Die Gewalttat in Stade macht viele Menschen fassungslos. Die Region Hannover und die Stadt Garbsen möchten die Möglichkeit bieten, gemeinsam zu trauern und veranstalten am Samstag, 4. Juli, eine interreligiöse Gedenkfeier. Sie findet unter Beteiligung mehrerer Religionsgemeinschaften in der Aula / Mensa im Schulzentrum I am Planetenring 7 statt. Beginn ist um 11 Uhr.
Es wird den Teilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben, sich in ein Kondolenzbuch einzutragen und eine Kerze anzuzünden.
Trauerrede des Ersten Regionsrats Jens Palandt bei der Trauerandacht der Landeskirche in der Marktkirche Hannover am 1. Juli 2026
Liebe Trauernde,
liebe Trauergemeinde,
es gibt Tage, an denen Worte kaum ausreichen. Die Gewalttat von Stade erschüttert uns alle zutiefst. Sie reißt Wunden auf, die nicht so schnell heilen werden. Drei unserer Kolleginnen und Kollegen sind getötet worden. Sie waren in Stade, um das zu tun, was sie jeden Tag mit großer Hingabe taten: Kindern und Familien in schwierigen Lebenssituationen beizustehen. Dass ihr Einsatz für andere auf so unbegreifliche Weise endete, lässt uns sprachlos zurück.
Unsere Gedanken gelten den Angehörigen und allen, die diesen Verlust tragen müssen. Ihr Leben hat sich von einem Augenblick auf den anderen für immer verändert. Es gibt nichts, was ihnen diesen Schmerz nehmen könnte. Gerade jetzt brauchen sie Menschen, die an ihrer Seite bleiben, die den Schmerz mit ihnen aushalten und ihnen die Zeit und den Raum geben, den Trauer braucht.
Unsere Gedanken sind auch bei den Kolleginnen und Kollegen, die dieses Geschehen verarbeiten müssen. Sie haben nicht nur geschätzte Teammitglieder verloren, sondern Menschen, mit denen sie Verantwortung geteilt und oft auch eine tiefe Verbundenheit empfunden haben.
Gleichzeitig ist die Arbeit, die sie mit großer Überzeugung leisten, von einem Tag auf den anderen zu einer kaum zu bewältigenden Aufgabe geworden. Gerade diejenigen, die jeden Tag – auch heute – Kindern, Jugendlichen, Müttern und Familien Hilfe und Halt geben, brauchen nun selbst Unterstützung und Halt. Wir werden alles tun, um sie in dieser schweren Zeit und darüber hinaus zu begleiten.
In diesen schwierigen und belastenden Tagen wird klar: Gemeinschaft ist unser Halt. Lassen Sie uns achtsam sein. Lassen Sie uns zuhören, Rücksicht nehmen und Trauer zulassen – ohne Erwartungen, ohne den Anspruch, dass der Schmerz schnell vergehen muss, und ohne den Druck, schon bald wieder funktionieren zu müssen.
Und doch bleibt etwas, das über diesen Tag hinausweist: Der Auftrag unserer verstorbenen Kolleginnen und Kollegen lebt weiter. Sie haben sich für Kinder, Jugendliche und Familien eingesetzt, die Schutz, Hoffnung und Unterstützung brauchen. Dieses Vermächtnis bleibt.
Möge dieser Gottesdienst ein Ort des Innehaltens sein. Ein Ort des Trostes. Ein Ort, an dem wir Kraft finden, füreinander da zu sein und die Erinnerung an unsere verstorbenen Kolleginnen und Kollegen in unseren Herzen zu bewahren.
In tiefer Verbundenheit mit Ihnen allen.
Kondolenzbuch in Hannover
Im Foyer des Regionshauses, an der Hildesheimer 18, liegt seit Dienstag, 30. Juni 2026, ein Kodolenzbuch aus.
Dieses ist öffentlich zugänglich während der regulären Öffnungszeiten der Regionsverwaltung.
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