Nutzer*innen-Umfrage
Sprinti ersetzt Auto und stärkt soziale Teilhabe
Das On-Demand-System "sprinti" hat sich als zentraler Baustein der Mobilität in der Region etabliert.
Das On-Demand-System „sprinti“ der Region Hannover wird von seinen Nutzenden immer mehr als unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Verkehrs wahrgenommen. Das zeigt die eine Onlinebefragung, die vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag der Region Hannover durchgeführt wurde.
Im Zeitraum vom 5. Januar bis 3. Februar 2026 haben 1.185 Personen aus allen sprinti-Gebieten an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse unterstreichen die Erfolgskriterien des Angebots und zeigen gleichzeitig Optimierungspotenziale auf.
Was ist das zentrale Ergebnis der Sprinti-Nutzer*innenumfrage?
Ein zentrales Ergebnis ist der Lückenschluss im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Denn rund 17 Prozent aller sprinti-Fahrten wären ohne das Angebot gar nicht erst unternommen worden, vor allem wegen fehlender Bus- oder Bahnverbindungen (85 Prozent der Nennungen) oder zu großer Entfernungen zu Haltestellen. Gleichzeitig zeigt sich, dass der sprinti Autofahrten ersetzt.
Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz: „Der Sprinti erreicht im Umland genau das, was wir uns erhofft hatten, als wir ihn an den Start gebracht haben. Wir bringen den Menschen alltagsnah und digital den ÖPNV vor die Tür und greifen damit positiv in ihre Alltagsleben ein – und das Ganze auch noch zu einem unschlagbaren Preis. Ich freue mich, dass das Angebot im Alltag angekommen ist und so gut angenommen wird.“
Wie ticken Sprinti-Nutzende und wie beeinflusst der Sprinti den Alltag?
Die Nutzenden gaben in der Studie als wichtigste Nutzungsmotive Umweltbewusstsein (92 Prozent), Kostenvorteile (75 Prozent), Verzicht auf Parkplatzsuche (73 Prozent) sowie höherer Komfort (61 Prozent) an. Dies wirkt sich auch auf die Autobesitzquote aus: Rund ein Viertel der Haushalte gab an, dass der sprinti ihren den Autobesitz beeinflusst habe. Sei es durch den Verzicht auf ein Auto (6 Prozent) oder einen Zweitwagen (10 Prozent) oder durch konkrete Überlegungen in diese Richtung (10 Prozent).
Auch die soziale Dimension des Angebots fällt auf: sprinti erleichtert den Alltag von Familien: Rund 65 Prozent der Haushalte mit Kindern nutzen es für eigenständige Mobilität der Jugendlichen. Ulf-Birger Franz: „Der sprinti ersetzt so manches Elterntaxi. Das entlastet einerseits die Eltern und bringt ihnen Zeit, gleichzeitig stärkt es die Selbstständigkeit der jungen Menschen.“
Weitere Erkenntnisse der Befragung: Sprinti erleichtert die medizinische Versorgung in den Kommunen der Tarifzone C (rund 31 Prozent hätten es schwerer, Arzttermine wahrzunehmen) und entlastet insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Wie funktioniert die Verzahnung von sprinti und dem regulären ÖPNV?
Die Verzahnung mit dem ÖPNV funktioniert für viele Nutzer*innen gut: 41 Prozent kombinieren sprinti regelmäßig mit Bus und Bahn, die sprinti-App ist dabei mit 72 Prozent der wichtigste Planungskanal für kombinierte Fahrten. Dennoch gibt es Optimierungsbedarf, etwa bei der Anschlusszuverlässigkeit an andere Verkehrsmittel (31 Prozent gaben hier „teils-teils“ oder schlechter). Positiv hervorgehoben werden dagegen die Sitzplatzgarantie (85 Prozent), der Komfort und die freundlichen Fahrer*innen.
Fast 40 Prozent der Nutzer*innen nehmen Veränderungen in den letzten sechs Monaten wahr, wobei die Mehrheit diese als Verbesserung einstuft – was bei wiederum 59 Prozent zu einer häufigeren Nutzung führt.
Regionspräsident Steffen Krach resümiert: „Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass es sich lohnt, im ÖPNV-Bereich auch mal die Extrameile zu gehen und besondere Ideen umzusetzen – und dabei auch die Menschen im Umland in den Fokus zu nehmen. Das ist bei allen Debatten um angespannte Haushaltslagen sehr gut investiertes Geld, weil es direkt bei den Menschen vor Ort ankommt. Mobilität ist in wichtiger Baustein für eine hohe Lebensqualität – der sprinti hilft dabei.
Veröffentlicht am 09.03.2026
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