Erneuter „Trassenkonflikt“

Zwei Halte in Groß­burg­wedel weniger

Für ein Jahr müssen mittags und abends zwei Halte am Bahnhof Großburgwedel entfallen / Schienenersatzverkehr in Vorbereitung.

Fahrgäste mit Ziel Bahnhof Großburgwedel werden ab dem 10. Dezember 2023 für ein Jahr wieder von einem „Trassenkonflikt“ in Mitleidenschaft gezogen.

Weil der Fernverkehr auf der Schiene Vorrang vor dem Regionalverkehr erhält, bedeutet dies: Die Halte um 12.57 Uhr und um 19.57 Uhr entfallen. Auch eine Abweichung vom Takt ist zu beachten: Den Hauptbahnhof Hannover verlässt der von der Metronom betriebene RE 2 mit Ziel Uelzen statt um 12.40 Uhr schon um 12.29 Uhr und der Abendzug statt um 19.40 Uhr um 19.29 Uhr. 

Als Ersatz für den entfallenden abendlichen Stopp bereitet die Region Hannover gemeinsam mit der regiobus einen Schienenersatzverkehr mit der Linie 635/600 vor, die dann auch den Bahnhof Isernhagen anfährt. Der Bahnhof Großburgwedel und alle Haltestellen im Ortsteil werden mit dieser Fahrt bedient. Für die Fahrt um 12.29 Uhr – ohne Halt in Großburgwedel – wird noch an einer Lösung gearbeitet. 

Bereits im Netzfahrplan 2021 war der Trassenkonflikt mit einem Produkt des Fernverkehrs aufgetreten. Diese Probleme entstehen immer dann, wenn verschiedene Betreiber zur gleichen Zeit die Nutzung einer Schienenstrecke wünschen. „Angesichts der derzeitigen gesetzlichen Regulierungen besteht leider kein Vorrang des Nahverkehrs gegenüber dem Fernverkehr. Dies ist ärgerlich im Sinne der Verkehrswende und erst recht ärgerlich für die Fahrgäste“, so Ulf-Birger Franz. 

(Veröffentlicht am 12. Oktober 2023)