Auf der Auftaktkonferenz wurde deutlich: Hannover verfügt über eine außergewöhnlich vielfältige Musiklandschaft – diese bleibt jedoch häufig unsichtbar. Die Teilnehmenden identifizierten Sichtbarkeit daher als zentrales Zukunftsthema. Sichtbarkeit meint dabei mehr als Kommunikation. Gemeint ist das Verständlich-Machen von Strukturen, Beziehungen und Potenzialen der Musikstadt Hannover.
Im Workshop Sichtbarkeit am 23.09.2025 wurde schnell klar, dass es nicht an musikalischer Qualität mangelt. Viele Akteur*innen beschrieben, wie schwer es ist, sich im Geflecht aus Förderprogrammen, Institutionen, Initiativen und Szenen zurechtzufinden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass auch nach außen hin oft nur Ausschnitte dessen wahrgenommen werden, was Hannover als Musikstadt ausmacht.
Sichtbarkeit bedeutet hier deshalb mehr als Reichweite oder Marketing. Gemeint ist ein gemeinsames Verständnis davon, wie Musik in Hannover organisiert ist, wo Anlaufstellen liegen und wie unterschiedliche Angebote miteinander in Beziehung stehen.
Sichtbarkeit schafft Vertrauen – nach innen wie nach außen. Sie hilft Musiker*innen, ihren Platz zu finden, und macht für Stadtgesellschaft und internationale Partner nachvollziehbar, wofür Hannover als UNESCO City of Music steht.
Der Workshop zeigte: Je besser diese Zusammenhänge sichtbar werden, desto stärker kann die Musikstadt als Ganzes wirken.
Das Handlungsfeld umfasst daher:
- Sichtbarkeit nach innen: Orientierung, transparente Förderwege, Beratung
- Sichtbarkeit im Stadtraum: musikalische Orte, kreative Achsen, niedrigschwellige Angebote
- Sichtbarkeit nach außen: internationale Kooperationen im UNESCO-Netzwerk
Sichtbarkeit wirkt dabei als Beziehungsarbeit: Sie bringt Akteur*innen miteinander in Kontakt und stärkt das gemeinsame Selbstverständnis der Musikstadt.