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Veranstalter

Die HANNAH ARENDT TAGE sind eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Hannover (Büro Oberbürgermeister, Wissenschaftsstadt Hannover) in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover (Institut für Politische Wissenschaft) und der VolkswagenStiftung.

Landeshauptstadt Hannover

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Leibniz Universität Hannover

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VolkswagenStiftung

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Förderer

VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland

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Hannoversche Volksbank

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heise online

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c't

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Freunde des Historischen Museums e.V.

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Zuletzt aktualisiert:

Stadttafel

Hannah-Arendt-Stadttafel

Im Haus am Lindener Marktplatz 2 wurde Hannah Arendt geboren. Dort würdigt eine Stadttafel ihr Leben. 

Die Stadttafel an Hannah Arendts Geburtshaus in Linden © LHH

Die Stadttafel an Hannah Arendts Geburtshaus in Linden

Die Tafel wurde am 4. Dezember 2015, Arendts 40. Todestag, gemeinsam von Oberbürgermeister Stefan Schostok mit dem damaliagen Jugend- und Sozialdezernenten Thomas Walter enthüllt. Walter hat als Privatmann die Kosten für die Tafel übernommen.

Die Inschrift der Stadttafel

"In diesem Haus wurde die deutsch-amerikanische Historikerin und politische Theoretikerin Hannah Arendt geboren. *14. Okt. 1906, †4. Dez. 1975 New York/USA.

Paul und Martha Arendt waren nach ihrer Hochzeit 1902 aus Ostpreußen zunächst nach Hannover und dann in die damals noch eigenständige Stadt Linden gezogen. Paul arbeitete dort als Ingenieur, Johanna war das einzige Kind. 1909 zog die Familie zurück nach Königsberg, nachdem der Vater an Syphilis erkrankt war. Er starb 1913. Von ihrer Mutter wurde Johanna freiheitlich erzogen, vor allem ohne die damals typische Einschränkung der Mädchenbildung. Die Großeltern vermittelten ihr ein liberales Reformjudentum. Sie verstand sich als Jüdin, gehörte jedoch keiner Religionsgemeinschaft an.

Mit enormer Auffassungsgabe absolvierte sie die Schulzeit (1924 Abitur) und das Studium der Philosophie, Theologie und griechischen Philologie, das sie mit der Dissertation "Der Liebesbegriff bei Augustin" (1928 bei Karl Jaspers) abschloss.

Eine akademische Zukunft war ihr in Deutschland verwehrt. 1933 floh sie über Tschechien nach Paris. Nach Internierung im französischen Lager Gurs erreichte sie mit Ehemann und Mutter über Lissabon 1941 New York. Ihr wissenschaftliches Werk ist den Ursprüngen von totaler Herrschaft und Antisemitismus gewidmet. In New York war sie als politische Journalistin und Professorin für politische Theorie tätig."