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Eine Büste und Schrift. © hannover.de (Montage) / GWLB

Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft wurde im Frühjahr 1966 in Hannover gegründet.

Netzwerk der Forschung

Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Gründungsjahr der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft war 1966 in Hannover. Somit feiert sie im Leibniz-Jubiläumsjahr 2016 mit ihrem 50-jährigen Bestehen ebenfalls ein rundes Jubiläum.

Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft beschäftigt sich umfänglich mit dem Leben und wissenschaftlichen Vermächtnis des 1716 in Hannover verstorbenen Philosophen und Universalgelehrten. Ihre rund 400 Mitglieder im In- und Ausland forschen, informieren und publizieren regelmäßig über das Leibniz’sche Werk und Wirken und arbeiten eng zusammen mit der Leibniz Society of North America, der spanischen Sociedad Española Leibniz, der Association Leibniz Israel, der japanischen Societas Leibnitiana Japonica, der Sodalitas Leibnitiana in Italien sowie der lateinamerikanisch-spanisch-portugiesischen Red Iberoamericana Leibniz.

Editionsstellen der Leibniz-Akademieausgabe

In Kooperation mit den drei anderen Editionsstellen der Leibniz-Akademieausgabe in Münster, Berlin und Potsdam (siehe „Leibniz-Archiv“) betreibt die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft zudem das Internet-Portal zur Akademieausgabe. Dort können derzeit rund 20.000 Textseiten der geplanten Akademie-Ausgabe eingesehen werden, außerdem stehen ein stetig anwachsendes Sachverzeichnis mit etwa 70.000 Datensätzen, ein Personenverzeichnis mit rund 30.000 Datensätzen, ein Schriftenverzeichnis mit aktuell etwa 20.000 Datensätzen und weitere Hilfsmittel für die Leibniz-Forschung zur Verfügung.

Zeitschrift Studia Leibnitiana

Darüber hinaus veröffentlicht die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft seit 1969 die Zeitschrift Studia Leibnitiana, die sich mit dem Forschungsschwerpunkt der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts beschäftigt und in englischer, französischer und deutscher Sprache publiziert wird. In unregelmäßigen Abständen sind dazu bislang 38 sogenannte Supplementa (Ergänzungen) und 42 Sonderhefte erschienen.

Vorträge, Symposien und Tagungen

Außerdem setzt sich die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft für den Erhalt von Leibniz-Kulturdenkmälern ein (wie beispielsweise den Wiederaufbau des Leibnizhauses in der Altstadt von Hannover im Jahre 1983), sie richtet die jährliche Gedenkfeier in der Neustädter Hof- und Stadtkirche zum Todestag von Leibniz am 14. November 1716 aus, veranstaltet in Hannover regelmäßig öffentliche Vorträge und beteiligt sich weltweit an Leibniz-Symposien und -Tagungen (zuletzt unter anderem in Berlin, Brüssel und Buenos Aires). Seit 1966 organisiert die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft im Abstand von fünf bis sechs Jahren auch einen Leibniz-Kongress.

10. Internationaler Leibniz-Kongress in Hannover

Ihren 10. Internationalen Leibniz-Kongress veranstaltet die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft vom 18. bis 23. Juli 2016 an der Leibniz Universität Hannover. Die Schirmherrschaft übernimmt der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil. Unter dem Leitsatz "ad felicitatem nostram alienamve" ("für unser Glück oder das Glück anderer") stehen dabei die Pläne und das Schaffen während der letzten Lebensjahre des Universalgelehrten im Mittelpunkt, insbesondere seine Arbeiten zum "commune bonum" ("zum allgemeinen Wohl").

400 Mitglieder aus aller Welt

Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt und finanziert sich durch die Beiträge ihrer rund 400 Mitglieder im In- und Ausland. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich 35 Euro (für Schüler und Studenten 17,50 Euro, für Institutionen 200 Euro). Ihre Geschäftsstelle befindet sich in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, ihr derzeitiger Präsident ist Landtagspräsident a.D. Prof. Rolf Wernstedt.