Langenhagen
73 Millionen Euro für Neubau der Gutzmannschule in Langenhagen
Gifhorn: Projekt vereint Inklusion, Klimaschutz und pädagogische Innovation.
16.06.2026 - Grünes Licht für Neubauprojekt: Die Region Hannover plant einen Neubau für die Gutzmannschule, Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache der Region Hannover in Langenhagen. Die Investitionssumme beträgt rund 73 Millionen Euro. Die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport haben den Beschlussvorschlag in ihrer Sitzung am 15. Juni 2026 empfohlen. Der Neubau soll ein barrierefreies, nachhaltiges und pädagogisch zukunftsweisendes Schulgebäude mit integrierter Zweifeldsporthalle entstehen lassen – ein Meilenstein für die regionale Bildungslandschaft.
„Der Neubau der Gutzmannschule ist ein zentrales Vorhaben für die Bildungsgerechtigkeit in unserer Region. Hier entsteht nicht nur ein architektonisch ansprechendes Gebäude, sondern ein Ort der Chancen – barrierefrei, nachhaltig und perfekt auf die Bedürfnisse von Schüler*innen mit Sprachförderbedarf zugeschnitten“, sagt Isabella Gifhorn, Dezernentin für Bildung und Baumanagement der Region Hannover. „Mit diesem Projekt zeigen wir, wie man modernen Schulbau, Inklusion, Klimaschutz und pädagogische Innovation zusammendenken kann.“
Warum ein Neubau?
Die Bestandsgebäude der Gutzmannschule aus den 1970er- und 1990er-Jahren entsprechen nicht mehr den Anforderungen an modernen Schulbetrieb. Trotz zurückliegender Sanierungsmaßnahmen ist die Bausubstanz stark sanierungsbedürftig, die Split-Level-Struktur steht einer vollständigen Barrierefreiheit entgegen, und die räumlichen Verhältnisse erschweren den Ganztagsschulbetrieb erheblich. Eine Sanierung wurde als unwirtschaftlich bewertet – der Neubau ist daher die einzige nachhaltige Lösung.
Modernes Gebäude für inklusives Lernen
Der dreigeschossige Neubau mit zwei Innenhöfen setzt auf klare Orientierung, natürliche Belichtung und hohe Aufenthaltsqualität. Highlights des Entwurfs:
- Zentrale Aula als Herzstück der Schule mit offener Struktur für vielseitige Nutzungen.
- Differenzierte Lernzonen für Gruppenarbeit und individuelles Lernen.
- Integrierte Sporthalle und barrierefreie Gestaltung in allen Bereichen (inkl. Aufzug, unterfahrbare Arbeitsplätze, kontrastreiche Orientierungshilfen).
- Nachhaltige Bauweise: Holz-Hybridkonstruktion in den Obergeschossen, Photovoltaikanlage auf dem Gründach, Fernwärmeanschluss und effiziente Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung.
- Außenanlagen mit begrünten Dachterrassen, altersgerechten Spielbereichen und „grünen Klassenzimmern“.
Das Gebäude erfüllt den Effizienzhaus-40-Standard – einer der höchsten Energieeffizienzwerte in Deutschland – und setzt damit Maßstäbe für klimagerechtes Bauen. Die Region Hannover investiert damit in eine zukunftsfähige Bildungsinfrastruktur, die auch ökologische Ziele verfolgt: die CO₂-Reduktion durch energieeffiziente Technik und regenerative Energien sowie klimaresistente Freiflächen mit robusten, hitzeangepassten Pflanzen.
Wie geht es weiter?
Die Umsetzung erfolgt abschnittsweise, um den laufenden Unterricht sichern zu können. Ab dem 3. Quartal 2026 beginnen Vorbereitungsmaßnahmen, die Fertigstellung ist für 2031 geplant. Während der Bauzeit werden Interimscontainer genutzt. Die Regionsversammlung beschließt in ihrer nächsten Sitzung am 30. Juni final über die Baumaßnahme.
Visualisierung: Neubau Gutzmannschule.
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