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Studentenwerk

Studentenwohnhaus Klaus Bahlsen eingeweiht

Das Studentenwerk Hannover hat das neue Zuhause für Studierende in der Wilhelm-Busch-Straße eingeweiht.

Pünktlich zum Wintersemester ist das neue Studentenwohnhaus Klaus Bahlsen fertig geworden. Anfang Oktober konnten bereits die ersten Studierenden ihr neues Zuhause für die Studienzeit beziehen. Im Beisein des Niedersächsischen Finanzministers hat das Studentenwerk Hannover jetzt das neue Wohnhaus auch offiziell eingeweiht.

Altes Wohnheim saniert um Neubau ergänzt

In der hannoverschen Nordstadt wurde in den vergangenen 15 Monaten kräftig gebaut: Das Studentenwerk hat ein altes Wohnheim in der Wilhelm-Busch-Straße saniert und um einen Neubau ergänzt. So sind 70 neue Wohnheimplätze entstanden. Insgesamt bietet das Studentenwohnhaus Klaus Bahlsen Platz für 128 Studierende. 18 Wohngemeinschaften, 41 Einzelzimmer und 2 rollstuhlgerechte Einzelappartements schaffen neuen Raum für studentisches Leben in zentraler und hochschulnaher Lage. Und dieser Raum wird dringend benötigt. Viele Studierende haben auch jetzt noch keine Unterkunft für ihre Studienzeit gefunden. Über 2.200 junge Menschen warten noch auf einen Wohnheimplatz beim Studentenwerk.

Wohnheimplätze benötigt

"Ich bin sehr froh, dass wir zum Wintersemester neuen Wohnraum bieten können. Nach wie vor kann aber das Wachstum an Wohnheimplätzen mit dem der Studierenden nicht mithalten", betont Eberhard Hoffmann, Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover. Das zeigen auch neue Zahlen des Deutschen Studentenwerks: In Hannover können aktuell nur 6,3 Prozent der Studierenden mit einem Wohnheimplatz versorgt werden. Trotz intensiver Bautätigkeiten konnte sich die Versorgungsquote im Vergleich zum Vorjahr damit nicht verbessern und liegt nach wie vor über 3 Prozentpunkte unter Landes- und Bundesniveau.

Engagement der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung

Der Um- und Neubau des Studentenwohnhauses Klaus Bahlsen ist im Besonderen durch das Engagement der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung vorangetrieben worden. Mit 2,3 Millionen Euro förderte sie das Projekt und machte diese Baumaßnahme erst möglich.

Zuschuss durch die Region Hannover

Darüber hinaus unterstützte die Region den Bau mit einem Zuschuss von rund 720.000 Euro und das Land Niedersachsen mit einem zunächst zinslosen Darlehen.

Architekturwettbewerb

Entworfen und umgesetzt wurde der Neu- und Umbau vom Architektur-Contor Müller Schlüter aus Wuppertal. Das Architekturbüro hatte sich in einem bundesweiten Wettbewerb durchgesetzt, da es eine in Architektur und Fassadengestaltung ansprechende und städtebaulich überzeugende Lösung gefunden hat, um den Anforderungen der Stadtplanung und Denkmalpflege zu entsprechen. Um die Bauzeit zu verkürzen, wurde für die Fassadendämmung eine Holztafelbaukonstruktion verwendet. Außerdem wurden die Nasszellen im Neubau bereits fertig vormontiert, ohne dass dabei die Gestaltungsfreiheit eingeschränkt wurde. Die Wände der Nasszellen sind innen und außen mit dem Stadtplan von Hannover bedruckt. Auch im Bereich Energieverbrauch überzeugt das neue Studentenwohnhaus: Als KfW-Effizienzhäuser 40 liegt der Primärenergieverbrauch der Neubauten bei fast nur einem Viertel der Anforderungen nach geltender Energiesparverordnung. Darüber hinaus ist der Dämmstandard fast doppelt so gut wie gesetzlich gefordert.

Fakten zum Bau

Weitere interessante Fakten zum Bau: Das Studentenwohnhaus Klaus Bahlsen hat 185 Fenster, das Verblendmauerwerk der Fassade besteht aus 49.000 Steinen. Und es wurden 10 Kilometer Datenkabel verlegt.

Video auf wissen.hannover.de

(Veröffentlicht am 13. November 2017)