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arte & NDR

Leibniz im Fernsehen

Ganz aktuell zeigt arte am 30. November um 22 Uhr "Gottfried Wilhelm Leibniz: Auf der Suche nach der Weltformel". Leibniz' Spuren in Hannover waren auch schons in der Woche vom 30. Mai bis 4. Juni Thema bei "Hallo Niedersachsen" im NDR-Fernsehen.

Dokumentation auf arte

Im November 2016 jährt sich der Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz zum 300. Mal. Der Philosoph, Mathematiker und Historiker gilt als das letzte Universalgenie. Seine Entdeckungen und die Revolutionierung des Zahlensystems haben Computer, Internet und soziale Netzwerke erst möglich gemacht. Die Dokumentation, die arte am 30. November um 22 Uhr ausstrahlt, holt Leibniz immer wieder in unsere Gegenwart.

Seine visionäre Kraft zum Guten für "die beste aller möglichen Welten", wie er sie beschreibt, hat Leibniz zeitlebens angetrieben. Ohne seine grundlegenden Überlegungen zum binären Zahlensystem, von Null und Eins, und der Infinitesimalrechnung wären die Online-Imperien von Google und Facebook vermutlich nicht möglich. 300 Jahre vor einer globalisierten Kommunikation und lange vor Facebook und Instagram hatte Leibniz "Freunde" in aller Welt – mehr als 1.300 Briefpartner. Für den Kulturwissenschaftler Joseph Vogl von der Humboldt-Universität zu Berlin hatte Leibniz' Arbeitsweise etwas von einer "informationsverarbeitenden Maschine". In Hannover, wo Leibniz 40 Jahre lang am Hof des Herzogs als Bibliothekar und Berater tätig war, liegt ein Großteil seines Nachlasses. Leibniz hat in seinem Leben so viel geschrieben, dass bislang nur ein Teil der insgesamt 200.000 Seiten erfasst und herausgegeben wurde. Voraussichtlich erst im Jahr 2055 wird alles ediert sein. Wer war dieser Gottfried Wilhelm Leibniz, der von sich selbst sagte: "Wer mich nur aus meinen veröffentlichten Schriften kennt, der kennt mich nicht"? Der Film macht sich auf die Suche nach dem Menschen Leibniz. Die Dokumentation porträtiert das Genie Leibniz in seiner Zeit und holt ihn immer wieder in unsere Gegenwart. Dabei kommen unterschiedliche Personen zu Wort, deren Arbeit ohne Leibniz nicht denkbar wäre.

Thema der Woche Anfang Juni 2016 beim NDR

Der NDR zeigte in dieser Woche, welche Spuren Leibniz in ganz Niedersachsen hinterlassen hat und wo sich seine Ideen heute wiederfinden. Die Reporter waren beispielsweise zu Gast in der Leibniz-Bibliothek in Hannover, die seinen 200.000 seitigen Nachlass verwaltet. Dort erfuhren sie, welche Ideen und Pläne Leibniz für den Bergbau hatte – und was daraus wurde. Auf www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen kann man die Beiträge als Video abrufen, allerdings sind sie laut Medienstaatsvertrag nur jeweils sieben Tage lang verfügbar.

Nordtour-Link gilt ein Jahr

Beiträge für die Fernsehsendung "Nordtour" dürfen hingegen ein Jahr lang in der Mediathek abrufbar sein. Der Acht-Minuten-Beitag "Auf Leibniz' Spuren durch Hannover" ist hier also noch bis Mai 2017 zu sehen.