Die Patienten-Universität der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist eine unabhängige Bildungseinrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken. Zahlreiche Ärzte, Wissenschaftler, Lehrende und Studierende wirken bei der Patienten-Uni mit. Nach dem Motto „Gesundheitsbildung für alle“ informieren sie die Besucher über den menschlichen Körper und seine Erkrankungen, über Prävention und Behandlungsmöglichkeiten sowie über die Rechte als Versicherte. Jeweils im Anschluss an die Vorträge mit anschließenden Diskussionen können die Besucher die Inhalte an Lernstationen und Informationsständen vertiefen.
Expertenvorträge vor Ort, online und auf Youtube
Interessierte, die nicht an den Veranstaltungen im Hörsaal teilnehmen können, haben weitere Möglichkeiten, bei den Vorträgen dabei zu sein:
Online: www.patienten-universitaet.de
YouTube Kanal: Patientenuniversität MHH
14. April, Hörsaal F
Prinzipien in der chirurgischen Onkologie und Behandlungsoptionen von Bauchfellmetastasen
Prof’in Dr. Beate Rau, Dr. Cornelius Jakob van Beekum, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, MHH
Zwar ist die chirurgische Entfernung immer noch die beste Methode eine komplette Tumorentfernung zu erreichen, aber allein meist nicht so erfolgreich. Daher gilt es interdisziplinäre Therapiestrategien zu entwickeln, die für die Patienten mit Krebserkrankungen ein Langzeitüberleben ohne wesentlich Nebenwirkungen in guter Lebensqualität erzielen. In diesem Vortrag werden die chirurgischen Aspekte im interdisziplinären Kontext gezeigt.
21. April, Hörsaal F
Was tun, wenn das Gedächtnis nachlässt? Ursachen und Behandlungsansätze
Prof. Dr. Klaus Hager, Kristine Engeleit, Institut für Allgemeinmedizin
Wann wird Vergesslichkeit zum Problem? Zunehmende Gedächtnisstörungen oder eine Demenz werfen viele Fragen auf und können das Leben stark beeinflussen. In dem Vortrag wird aufgezeigt, wie man selbst aktiv einer nachlassenden Gedächtnisleistung vorbeugen kann. Darüber hinaus wird vermittelt, was eine Demenz ist, wie sie diagnostiziert wird und welche Therapie- und Unterstützungsangebote es gibt.
28. April, Hörsaal F
Moderne Virenbekämpfung nach Transplantation
Prof‘in Dr. Britta Eiz-Vesper, Institut für Transfusionsmedizin und Transplantat Engineering, MHH
Prof. Dr. Christian Hinze, Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen, MHH
Nierentransplantierte haben durch Medikamente ein geschwächtes Immunsystem und sind anfällig für Virusinfektionen. Ein interdisziplinäres Team aus MHH-Klinikern und -Forschenden hat eine personalisierte Therapie entwickelt, bei der körperfremde Immunzellen das geschwächte Immunsystem bei einer Infektion mit dem humanen Polyomavirus unterstützen.
5. Mai, Hörsaal F
Chronische Nierenkrankheit – früh erkennen, Fortschreiten bremsen
Dr. Robert Greite, Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen, MHH
Chronische Nierenkrankheiten verursachen lange keine Beschwerden und werden deshalb oft spät entdeckt. Der Vortrag erklärt, wie man Risikopersonen identifiziert, welche Untersuchungen zur Früherkennung sinnvoll sind und welche Maßnahmen helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen – bis hin zu dem, was passiert, wenn die Nierenfunktion stark nachlässt.
3. Juni, Hörsaal N
Wenn Atmen zur Herausforderung wird – COPD verstehen
Dr. Meike Jungen, Klinik für Pneumologie und Infektiologie, MHH
COPD ist eine Lungenerkrankung, bei der das Atmen zunehmend schwerer fällt. Viele Betroffene merken es zuerst bei Belastung wie Treppensteigen und Spazierengehen. Dabei gehören Husten, Auswurf und Atemnot zu den häufigsten Anzeichen. Aber wer früh handelt, kann viel bewirken!
9. Juni, Hörsaal A
Sicher durch die Operation: Gut vorbereitet, bestens begleitet, schnell wieder fit
Dr. Linda Feldbrügge, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, MHH
Prof. Dr. Uwe Tegtbur, Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin, MHH
Ein strukturierter Behandlungspfad, eine fachübergreifende Betreuung sowie gezielte körperliche Aktivitäten und eine angepasste Ernährung unterstützen die Genesung vor, während und nach einer Operation. Der Vortrag zeigt auf, wie moderne Medizin operative Eingriffe heute sicherer macht und wie Patienten selbst aktiv dazu beitragen können, Risiken zu senken.
16. Juni, Hörsaal F
Apollos Fluch und Segen: Was die Musik im Gehirn bewirkt
Prof. Dr. André Lee, Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Dr. Johanna Doll-Lee, Master of Music, Klinik für Neurologie, MHH
Musizieren gehört zu den anspruchsvollsten Leistungen unseres Gehirns: Es verbindet Denken, Fühlen und Bewegung auf einzigartige Weise. In diesem Vortrag, der mit musikalischen Darbietungen untermalt wird, geht es um die messbaren, meist positiven Effekte von Musik auf Gehirn, Kognition und Lebenszufriedenheit – aber auch um die seltene Erkrankung der Musikerdystonie als Beispiel für eine ungewollte Fehlanpassung des Gehirns.
23. Juni, Hörsaal F
Die stille Volkskrankheit Fettleber
Prof. Dr. Hans Heiner Wedemeyer, Klinik für Gastroenterologie,Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie, MHH
In Deutschland haben 20-30 Millionen Menschen vermehrte Einlagerungen von Fett in der Leber, bei 4-5 Millionen findet sich eine Leberentzündung und bis zu 1 Million weisen bereits eine Leberzirrhose auf. Wer benötigt welche Diagnostik und was gibt es für Therapiemöglichkeiten, beginnend mit einer lebergesunden Ernährung bis zu neu zugelassen Medikamenten?
Lernstationen vor Hörsaal H & G & vor der Bibliothek
30. Juni, Hörsaal F
Das Lebensende: Von der Vorsorge über Sterbebegleitung bis hin zur Trauer
Dr. Henrike Voß, Institut für Ethik, Geschichte und Philosophie der Medizin, MHH
Dr. Agnes Krause,Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie & Stammzelltransplantation, MHH
Katharina Rösner, Sozialdienst, MHH
Die Veranstalter möchten einen Überblick zu zentralen Themen des Lebensendes und darüber hinaus geben. Welche Dokumente kommen im Falle einer Einwilligungsunfähigkeit zum Tragen? Was gilt es im Anwendungsfall zu bedenken? Es soll ein Verständnis für den Sterbeprozess vermittelt werden, um das Sterben als Teil des Lebens zu begreifen. Es werden praktische Tipps zur Versorgung eines Sterbenden erörtert und Fragen diskutiert, die beim Thema „Abschied nehmen“ wichtig werden können. Beschlossen wird die Veranstaltung mit dem Blick auf den (individuellen) Trauerprozess von Hinterbliebenen.
Weiter Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden sich auf www.patienten-universitaet.de.