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Sandheide-Resse

Wiederherstellung Lebensraum Sandheide

Projekt zur Wiederherstellung einer das Hochmoor umgebenden Heidefläche.

Am Ortsrand von Resse im Übergangsbereich zum Otternhagener Moor soll eine offene Sandheide wiederhergestellt werden. Die Heidefläche verbindet den angrenzenden Moor-Erlebnispfad mit dem Dorf Resse. Moore, vor allem Hochmoore, waren früher häufig von Heiden umgeben, die sich durch die Beweidung der nährstoffarmen Sandbereiche an den Moorändern entwickelt haben. Große Teile des ehemaligen Heidebereichs sind durch Bebauung sowie land- und forstwirtschaftliche Nutzung verschwunden. Nördlich und östlich des Sportplatzes sind noch Heidereste zwischen den aufgewachsenen Bäumen zu finden. Hier ist die Struktur der ehemaligen Binnendüne noch erkennbar. Insgesamt dominieren in diesem Bereich Kiefern und Birken, in der Strauchschicht wachsen u. a. Brombeeren. Das Vorhandensein der Bäume führt zu einer Humusanreicherung. Die Laub-und Nadelschicht und die fehlende Besonnung drängen die auf Sand wachsende Besenheide und die dort lebenden Tierarten zurück.

Im Rahmen des Projektes sollen bis Februar 2018 diverse Bäume entnommen und in Teilbereichen die Humusschicht entfernt werden. Die Gesamtfläche hat eine Größe von ca. 2,3 ha, davon sollen knapp 1 ha als offene Heidefläche entwickelt und 0,5 ha Wald deutlich aufgelichtet werden. Voraussichtlich wird im August 2018 Heidemahdgut als Samenspende ausgebracht werden, welches auf einer Fläche am Rande des nördlich liegenden Helstorfer Moores gewonnen werden soll. Die zu entwickelnde Heidefläche dient auch der Vernetzung von Offenlandbiotopen. Zielarten sind Zauneidechse, Heuschrecken und Insekten wie der „Bienenwolf“ sowie Arten der Silbergrasrasen mit z. B. dem Sandglöckchen. Das „Begehen“ und „Erleben“ der Heidefläche erfolgt über einen Weg, der an das Wegenetz des Dorfes bzw. an den Parkplatz des Sportplatzes anknüpft.

Der Weg soll barrierefrei gestaltet (kalkfreier Schotterweg mit Feinschicht und seitlichen Wegebegrenzungen - u.a. als Klopfleiste) werden und Sitz- bzw. Verweilmöglichkeiten, die u.a. Rollstuhlgerecht gebaut werden, aufweisen. Eine Tafel soll über die historische Kulturlandschaft und ihren heutigen Wert für die Tier-und Pflanzenwelt informieren. Zusammen mit dem Moor-Erlebnispfad dient die Fläche dem Natur erleben und der Stärkung des ländlichen Tourismus.

Mit dieser Maßnahme wird die Zusammenarbeit und die Initiierung, Organisation und Umsetzung von Projekten zur nachhaltigen Entwicklung in ländlichen Gebieten („LEADER-Region") unterstützt.

Weitere Förderer:

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Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen und Bremen

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EU-Förderung