SDR

Großer Auftakt zur Woche gegen Rechts 2016

Rapperin Sookee (r.) und DJ Lenki Balboa (l.)

Sookee heizte der Menge auf dem Goseriedeplatz ein.

Goseriedeplatz bei der Woche gegen Rechts.

Das hannoversche Bündnis gegen Rechts – bestehend aus knapp 40 Institutionen – lud ein und weit über 500 Interessierte kamen am 27. und 28. Mai zur zweitägigen Auftaktveranstaltung auf dem Goseriedeplatz, um sich an den Ständen zu informieren und die Performance vieler Künstler/innen zu feiern. Die Planung und Durchführung der Auftaktveranstaltung wurde koordiniert von der Stelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus, zusammen mit dem Sachgebiet Jugendbildung der Landeshauptstadt Hannover. Hintergrund der Veranstaltungsreihe war ein konkreter Auftrag des hannoverschen Stadtrates an die Stadtverwaltung aus dem vorigen Jahr.

Bürgermeister Thomas Herrmann beim Grußwort.

Am Freitag eröffnete Bürgermeister Thomas Hermann den Auftakt der Woche gegen Rechts für Demokratie mit mahnenden Worten. Im derzeitigen gesellschaftlichen Klima seien Kräfte auf dem Vormarsch, die Stimmung für eine autoritäre rassistische Regierungsform machen, die sämtliche Fortschritte bei der Umsetzung der Menschenrechte revidieren wollen. Die Folgen der Verbreitung von menschfeindlichem Gedankengut kenne man allzu gut aus der Zeit des Nationalsozialismus – dennoch seien aktuell wieder gewaltsame Übergriffe auf Migrant/innen und Flüchtlingsunterkünfte zu beobachten, die durch nichts zu entschuldigen seien. Auch deswegen sei es notwendig, ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Demokratie zu setzen.
Nach und nach füllte sich der Goseriedeplatz am Steintor mit Interessierten, die sich an den Ständen informierten, kulinarische Köstlichkeiten probierten, oder die Auftritte von Musiker/innen aus aller Welt zu verfolgen. Doch das Programm vom Freitag war noch nicht alles.

Sookee und DJ Lenki Balboa performten live.

Am darauffolgenden Samstag eröffnete Regionspräsident Hauke Jagau den zweiten Teil des großen Auftakts, wo die Veranstaltung ihren Höhepunkt fand. Die Rapperin Sookee heizte über eine Stunde lang der Menge auf dem nunmehr vollen Platz ein und sorgte für tobende Stimmmung. Die Berliner Rapperin ist bundesweit bekannt für ihre soziologisch versierten Texte, in denen sie sich gegen alle Formen von Menschenfeindlichkeit, insbesondere Sexismus und Homophobie positioniert. Ihre Performance wurde begleitet von DJ Lenki Balboa.

„Eine schöne Idee! In Zeiten von Pegida ist es absolut richtig, Flagge zu zeigen und klarzustellen, dass wir den Rechten weder die Straße, noch die Deutungshoheit überlassen.“, resümierte die Teilnehmerin Gunda Scharr, die sich schon in den Neunziger Jahren aktiv gegen die derzeitige Welle der Gewalt gegen Migrant/innen engagiert hätte.