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lesenDie Region Hannover stellt den aktuellen Stand zum Aktionsprogramm Deister vor.
Der Deister im Herbst
Der Deister ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Region Hannover – und zugleich ein sensibler Naturraum. Um die vielfältigen Interessen von Erholung, Sport und Naturschutz in Einklang zu bringen, hat die Region Hannover das Aktionsprogramm Deister 2024/2025 gestartet. Beim „Großen Runden Tisch“, dem Austauschformat für alle betroffenen Kommunen, Vereine, Verbände und Institutionen, hat Umweltdezernent Jens Palandt jetzt den aktuellen Zwischenstand vorgestellt.
Der Deister hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem Mountainbike-Hotspot entwickelt. Neben drei temporär genehmigten Downhill-Strecken ist in dieser Zeit in den größtenteils geschützten, sensiblen Waldgebieten eine Vielzahl illegaler Trails entstanden.
Als neues, naturverträgliches und legales Angebot für die Mehrheit der Mountainbike-Community sollen auf Flächen der Niedersächsischen Landesforsten schnellstmöglich erste Singletrails entstehen. Geeignete Bereiche, in denen einige Kilometer Strecke entstehen können, gibt es unter anderem entlang des Kammwegs, östlich vom Parkplatz Nienstedter Pass und entlang der Passstraße Richtung Egestorf. Das Ausfahren der Strecken ist nach dem Ende der Schonzeit ab 1. Oktober möglich. Wenn der Testlauf auf den ersten Strecken erfolgreich läuft, könnte das Singletrail-Netz in den kommenden Jahren sukzessive erweitert werden. Offen ist derzeit, wer zukünftig die Trägerschaft für die Singletrails übernimmt und damit Vertragspartner der Landesforsten als Flächeneigentümer wird. „Dafür suchen wir in den kommenden Monaten gemeinsam mit den Deisterkommunen nach einer Lösung. Die Region Hannover wird dabei Verantwortung übernehmen“, kündigt Palandt an.
„Es gibt im Deister einen Bedarf nach einem Mountainbike-Angebot, dem wir auch zukünftig gerecht werden wollen. Gleichzeitig haben die Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt: Downhill-Strecken mit Bauwerken sind innerhalb der Schutzgebietskulisse rechtlich nicht dauerhaft genehmigungsfähig. Für diesen Teil der Community müssen wir weiter nach alternativen Lösungen suchen“, fasst Jens Palandt zusammen. Eine Möglichkeit: ein Trailpark außerhalb des Deisters. Die Suche nach möglichen Standorten dafür läuft.
Die Genehmigung der bestehenden Downhill-Strecken läuft Ende des Jahres aus.
In verschiedenen Outdoor-Apps sind mehr als 80 illegale Mountainbike-Strecken im Deister verzeichnet, die von der Region Hannover regelmäßig gemeldet werden, um die Bewerbung zu unterbinden. Kontrollen in ihren jeweiligen Waldgebieten führen die Kommunen als zuständige Behörden durch.
Im Rahmen des Aktionsprogramms wird auch geprüft, ob ein Naturpark als Organisationsform für die zukünftige Zusammenarbeit geeignet ist. Ein Naturpark könnte gemeinde- und landkreisübergreifend agieren, durch den Einsatz von Rangern eigene Kontrollen durchführen – und langfristig unter anderem auch Träger der Mountainbikestrecken werden. „Wir haben die Naturpark-Idee in den vergangenen Monaten in den politischen Gremien der einbezogenen Kommunen vorgestellt. Wie gut ein Naturpark als Mittler zwischen Naturschutz und touristischer beziehungsweise sportlicher Nutzung arbeiten kann, sehen wir am Steinhuder Meer“, berichtet der Umweltdezernent. Im kommenden Jahr solle mit den beteiligten sieben Kommunen konkret ausgelotet werden, ob die Region Hannover den Prozess zur Naturpark-Gründung startet.
Für ein konstruktives und positives Miteinander hat eine Arbeitsgruppe im Rahmen des Aktionsprogramms einen Kodex entwickelt, der beim Großen Runden Tisch vorgestellt wurde. Die Teilnehmenden haben mit großer Mehrheit die Unterzeichnung durch alle Beteiligten Kommunen und Institutionen empfohlen.
„Das Aktionsprogramm Deister hat wichtige Entwicklungen angestoßen und ist eine gute Grundlage für eine Gesamtlösung. Die Umsetzung aller Ansätze wird noch dauern. Die Region Hannover arbeitet auch nach dem Aktionszeitraum 2024/2025 unvermindert weiter an dem Thema“, sagt Jens Palandt. Im Februar 2026 ist eine Bilanzveranstaltung mit allen Beteiligten geplant, bei der unter anderem der Kodex unterzeichnet und die Fortsetzung des Aktionsprogramms vereinbart werden soll.
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Veröffentlicht: 19.09.2025
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