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Gut geliefert? Logistik der Zukunftsstadt gestalten.

Die Veranstaltung „Gut geliefert? Logistik der Zukunftsstadt gestalten“ fand am 19.03.2019 im Mosaiksaal des Neuen Rathaus statt. Initiiert durch das Forschungsprojekt USEfUL konnten sich Bürger*innen über zukunftsweisende Logistikkonzepte informieren. Neben dem Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Stadtverwaltung und Öffentlichkeit adressierte die Veranstaltung die aktive Teilnahme und Mitgestaltung der Bürger*innen für bürgernahe Logistiklösungen in der Zukunftsstadt.

„Gut geliefert? Logistik der Zukunftsstadt gestalten.“ zu diesem Thema waren Bürger*innen der Stadt Hannover von Oberbürgermeister Stefan Schostok im Namen des Forschungsprojekts USEfUL eingeladen. Die Besucher*innen hatten die Möglichkeit, sich über alternative Logistikkonzepte zu informieren, über deren Praxisbezug zu diskutieren und an der Ausgestaltung der Zukunftsstadt aktiv mitzuwirken. Dazu präsentierten Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft an mehreren Themeninseln alternative Logistikkonzepte, die im Rahmen des Projektes USEfUL als besonders zukunftsweisend und bürgernah angesehen werden.

Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigte das Lastenfahrrad „Cargo eBike“, das auf der letzten Meile eingesetzt werden kann. Lastenfahrräder können in der urbanen Logistik einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung der Schadstoff- und Lärmbelästigung sowie der Liefer- und Ladeverkehre auf den Straßen leisten.

Als weiteres Logistikkonzept für die letzte Meile wurden „zentrale Paketabholorte“ wie bspw. Paketstationen oder andere fußläufig erreichbaren Wunschablageorte vorgestellt. In Deutschland nutzen mehr als zehn Millionen Nutzer*innen die etwa 3.400 Packstationen der Deutschen Post DHL. Zentrale Paketabholorte ermöglichen den Kunden*innen einen sicheren Paketempfang, ohne bei der Zustellung anwesend sein zu müssen. Dies reduziert die in der Praxis häufig notwendigen erneuten Zustellversuche.

Das innovative Logistikkonzept der „Nachbarschaftslogistik“ geht noch einen Schritt weiter. Auf der Internetplattform nebenan.de können Bürger*innen durch Absprachen mit Nachbarn*innen sowohl die Annahme von Paketsendungen als auch Einkäufe oder Fahrgemeinschaften organisieren. Neben der Anzahl der Lieferverkehre können dadurch auch Individualverkehre reduziert werden – mit positiven Auswirkungen auf Umwelt- und Klimaschutz.

Mit der Einsparung von Individualverkehren befasst sich auch das Logistikkonzept „Online-Lebensmitteleinkauf (E-Grocery)“. Der allgemeine Trend ist unverkennbar: Immer mehr Menschen bestellen Ihre Lebensmittel im Internet und lassen sich diese zu einem bestimmten Zeitfenster nach Hause liefern. Die Gemüsekiste, der lokale Veranstaltungspartner aus der Wirtschaft, verfolgt dieses Konzept schon seit Jahren - überwiegend mit Produkten aus dem lokalen und regionalen Umkreis. Aufgrund einer gebündelten Zustellung kann somit Individualverkehr reduziert werden.

Mit dem umfangreichen Feedback der Bürger*innen zu den vorgestellten Logistikkonzepten wurden wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung des Forschungsprojekts USEfUL aufgenommen. Mit dieser Veranstaltung sind die Beteiligungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit an dem Projekt USEfUL aber noch nicht beendet. Neben dieser Veranstaltung mit Bürgern*innen ist für das 1. Quartal 2020 eine weitere Veranstaltung in Planung, die sich an Handwerksbetriebe, Pflegeeinrichtungen und Flottenbetreibern richten wird.

Wenden Sie sich bei Interesse gerne schon jetzt an uns: 61.15.Urbane.Logistik@hannover-stadt.de.