Fachstelle für Armutsprävention - Hannover.de

Landeshauptstadt Hannover

Fachstelle für Armutsprävention

Armut geht uns alle an. Die Fachstelle für Armutsprävention analysiert bestehende Hilfsangebote und entwickelt gemeinsam mit beteiligten Akteur*innen einen Aktionsplan für Armutsprävention in Hannover.

Kettenreaktionen lassen sich unterbrechen.

Die Fachstelle für Armutsprävention der Landeshauptstadt Hannover schafft einen Überblick über aktuelle Hilfsangebote verschiedener Träger im Stadtgebiet. Sie prüft, wie gut diese wirken, welcher konkrete Bedarf besteht und entwickelt daraus tragfähige Strategien zur Armutsprävention. Dafür arbeitet sie mit Fachbereichen der Stadtverwaltung, Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft, Fachkräften vor Ort sowie Expert*innen mit eigener Armutserfahrung zusammen.

Ihre Arbeit hat die Fachstelle für Armutsprävention im Januar 2026 aufgenommen. Sie ist im Dezernat für Soziales und Integration der Landeshauptstadt Hannover angesiedelt. 

Wie arbeitet die Fachstelle und was sind ihre Aufgaben? 

Überblick zu Angeboten gegen Armut in Hannover schaffen

Eine wirksame Armutsprävention braucht verlässliches Wissen darüber, welche Unterstützungsangebote es gibt, wie sie wirken und welche Weiterentwicklungsbedarfe bestehen. Die Fachstelle für Armutsprävention schafft hierfür eine fundierte Grundlage und trägt dazu bei, Angebote in Hannover gezielt zu stärken.

Die Bestandsaufnahme der bestehenden Angebote und Leistungen liefert Antworten auf zentrale Fragen:

  • Wer bietet welche Unterstützungsleistungen an?
  • Wo in Hannover sind diese Angebote verfügbar?
  • An wen richten sie sich und unter welchen Voraussetzungen werden sie erbracht?
  • Welche Zieldimensionen der Armutsprävention und gesellschaftlichen Teilhabe stehen im Fokus?

Wirkung verstehen: Analyse bestehender Maßnahmen

Auf Basis der Bestandsaufnahme analysiert die Fachstelle Armutsprävention die vorhandenen Maßnahmen gemeinsam mit den beteiligten Akteur*innen. Ziel ist es, nicht nur Angebote zu erfassen, sondern auch zu verstehen,

  • was gut funktioniert,
  • wo Schwierigkeiten bestehen und
  • welche Wirkung die Angebote entfalten.

Dazu werden verschiedene Perspektiven für einen umfassenden Blick einbezogen:

  • Träger der jeweiligen Angebote
  • Fachkräfte, die das Angebot vor Ort gestalten
  • Menschen, die die Leistungen nutzen oder genutzt haben

Durch Befragungen, Interviews und Beteiligungsformate für Angehörige dieser Gruppen fließen sowohl fachliche Einschätzungen als auch Erfahrungen aus der Praxis und dem Alltag in die Analyse ein. So entsteht belastbares Wissen darüber, wie Armutsprävention in Hannover konkret wirkt.

Bedarfe erkennen: Zusammen das ganze Bild sehen

Auf Grundlage der Analyse folgt eine kooperative Bedarfsanalyse. Gemeinsam mit den Beteiligten wird in verschiedenen Gruppen herausgearbeitet,

  • wo es Lücken, Zugangsbarrieren, Unsicherheiten und strukturelle Probleme gibt,
  • welche Bedarfe aktuell und in Zukunft bestehen,
  • welche Anforderungen und Handlungsoptionen sich mittel- bis langfristig ergeben.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Angebote gesichert, verbessert, weiterentwickelt oder besser miteinander verknüpft werden können, um Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen wirksam zu unterstützen.

Wirksam handeln: Entwicklung eines Aktionsplans für Armutsprävention

Die Ergebnisse der Analysen fließen langfristig in einen neuen Aktionsplan für Armutsprävention in Hannover ein. Dieser wird ab 2026 erarbeitet und führt das gewonnene Wissen in konkrete Handlungsoptionen.

Der Aktionsplan soll:

  • Prioritäten für zentrale Handlungsfelder benennen
  • konkrete Entwicklungsperspektiven für bestehende Angebote aufzeigen
  • Empfehlungen für Träger, Tätigkeitsbereiche und einzelne Instrumente formulieren
  • Forderungen und Bedarfe der Beteiligten an die sozialpolitischen Gestaltungsträger für die Rahmenbedingungen in Hannover betonen

Mit diesem Vorgehen trägt die Fachstelle dazu bei, Armutsprävention in der Landeshauptstadt Hannover koordiniert, zielgerichtet und evidenzbasiert weiterzuentwickeln – mit dem Ziel, soziale Teilhabe zu stärken und Armut in Hannover wirksam vorzubeugen.

Mit diesem Vorgehen trägt die Fachstelle dazu bei, Armutsprävention in der Landeshauptstadt Hannover koordiniert, zielgerichtet und evidenzbasiert weiterzuentwickeln – mit dem Ziel, soziale Teilhabe zu stärken und Armut in Hannover wirksam vorzubeugen.

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